... wie auf der
Startseite schon erwähnt, meine dritte Leidenschaft neben dem
Rennenfahren und dem Holzbahnbau.
Gießen von Resin (Harz) ist Fluch und Segen zugleich. Auf
der
einen Seite freut
man
sich (Segen), Modelle auf die verschiedenen Chassis zu stellen (ich
baue gern
für T-Jets), die es womöglich sonst niemals in
Großserien geben wird. Auf der
anderen Seite ist es ungemein viel
Arbeit und evtl. auch Stress (Fluch), wenn man
„genötigt"
:-) wird, mehr davon zu gießen, um sie mit anderen
„Art-
oder
auch Leidensgenossen" zu tauschen. Das kann einen echt
„fertigmachen".
Um ein Resin-Modell zu erschaffen, braucht man entweder ganz viel Zeit
und Geduld
und kreiert es aus Modellknete, Holz oder Wachs
gänzlich neu, oder man
findet ein Modellauto, was zum Chassis passt, be- und/oder
überarbeitet das Modell und
formt es dann ab. An Handwerkszeug benötigt man eine ruhige
Hand,
Resinharz,
Silikon-Kautschuk, Trennmittel, Folie zum Tiefziehen
(Fenstereinsätze), Legosteine (oder
Kunststoffplatten/Sperrholzplatten), Knete, ein gutes Auge (oder auch
zwei),
Kreativität um auch Modelle von der Stange komplett umarbeiten
zu
können, je nach Anspruch viele verschiedene Materialien zum
umbauen und Geduld.
Nebenbei muss man viel suchen und überlegen. Was
möchte ich
haben, was
gibt es noch nicht. Das ist nicht immer leicht. Aber es geht! Man
findet immer seine Lücke ...
Am Ende überwiegt aber immer die Freude über ein
tolles
Modell und die Freude
darüber, das es anderen ebenso die
Tränen in die Augen treibt. Nach und nach werde
ich hier die
eigenen entstandenen Resin-Modelle mit Foto einstellen und auch kurz
etwas dazu schreiben.
15. Juni 2006 – Mein 1. Resinmodell erblickt das Licht
der
Welt.
Porsche
550A Spyder
– T-Jet-Chassis
Ja, da war er, der Glanz in meinen Augen, als ich mein allererstes
Resinmodell
gegossen hatte. Wow, was für ein Gefühl, wenn die
Arbeit Früchte getragen hat. Das Dumme daran war nur, das ich mir
gleich eine eigentlich viel zu große Nuss zu knacken gegeben
hatte. Ich habe den Spyder von einem 1:72 Modell vergrößert
und angepasst
für das T-Jet-Chasis – was für das erste
Mal recht gut geklappt hat.
Fazit 2011: Ich würde ihn heute anders bauen. Als erstes
würde anstelle des
langen Achsstandes (37 mm) der kurze Achsstand (34 mm) genommen. Der
Porsche würde nicht mehr so lang gestreckt aussehen. Man
bekäme ein stimmigeres Bild.
Die Fahrerfigur, mmmh, ich glaube da erübrigt sich jedes Wort.
Gegenüber dem SLR
aus 2010 sieht das Porsche-Männeken einfach
nur miserabel aus.
Mach ich ihn noch einmal neu? Vielleicht ....
20. Mai 2007 – Das 2. Modell entsteht.
NSU
Prinz TT –
T-Jet-Chassis
Ein klassischer Fall von Doppelentwicklung. Zwei Gießer - ein
Gedanke. In der Mitte ich, im Süden ein anderer Gießer.
Herausgekommen sind zwei unterschiedliche Varianten des NSU. Meiner mit
runden Verbreiterungen, der andere mit eckigen Verbreiterungen.
Sehenswert sind beide. Ich hatte von einem befreundeten Gießer
einen normalen Prinz als Ausschuß bekommen und ihn gefragt, ob
ich seinen Straßenprinz umarbeiten und abgießen
dürfte. Das durfte ich und ging frisch ans Werk. Einige Macken der
Ausschußware mußten weggedremelt und verschliffen werden.
Die Radhäuser wurden umgearbeitet und Verbreiterungen angebracht.
Diese entstanden mit einem kleinen Trick, auf den ich nicht näher
eingehen möchte. Dieser Trick fand später auch am Opel Ascona
seine Anwendung. Jedenfalls bekam die Krawallbüchse noch den
klassichen, geöffneten Kofferraumdeckel, ein fettes
Auspuffendrohr, eine Fahrerfigur und einen Überrollbügel.
Fazit 2011: Auch den Prinzen würde ich heute anders bauen. Ebenfalls kuzer Radstand.
Und versuchen ihn noch tiefer zu bekommen. Eigentlich müsste
da mehr drin sein.
Aber ich denke, er bleibt wie er ist. Wiederauflage?
Eher nicht ....
24. August 2007 – Das 3. Modell entsteht. Erstmalig für Tyco-Magnet-Chassis.
Ford GT 40 von 1968 – Tyco 440x2-Chassis
Den Ford GT 40 goss ich erstmals für das Tyco 440x2 widepan
Chassis. Die Karosserie reizte mich ungemein. Den Ford GT gab es ja von
sehr vielen Herstellern. Und auch fasziniert mich der Ford GT 40 in der
alten Form immer noch. Heute noch vertretene Hersteller nehmnen ihn
immer noch wieder gern in ihr Programm auf.
Als Vorlage diente bei mir ein HW-Spielzeugauto. Das wurde entlackt,
abgeformt und angepasst. Das Ergebnis war klasse – bis auf den
Umstand , den ich später noch bei anderen HW-Modellen gesehen
habe, das die linke und rechte Seite, wenn man das Auto halbieren
würde – in seinen Details nicht gleich ist. Als
Beispiel dienen mal die vorderen Scheinwerfer beim GT 40. Links und
rechts sind die Form und die Größe unterschiedlich. Super,
das macht die erstellten Decals schon gleich wieder zunichte. Ich nehme
mich seitdem mit HW-Modellen etwas zurück.
Der Ford GT 40 ist immer noch klassisch schön. Aber ein GT 40 von
Racemaster AFX ist heute tausendmal schöner als meiner.
Fazit: Keine Wiederauflage. Ruhe sanft Silikonform.
26. August 2007 – Das 4. Modell erblickt das Licht der Welt.
Renault R8 Gordini von 1968 – T-Jet-Chassis
Der Renault R8 ist auch ein Klassiker seiner Zeit. Der musste abgegossen werden.
Das Modell lag im Maßstab 1:55 vor. Es musste also verkleinert
werden. Das ist soweit gelungen – bis auf die Tatsache, das die
Form schon nach wenigen Abgüssen massive
Auflösungerscheinungen aufwies.
Daraufhin habe ich einen Produktionsstopp veranlasst.
Der Gordini fristet seit dem ein zerfleddertes dasein als Silikonform – oder das, was von ihr übrigblieb.
Ok, es ist wie es ist. Flugs habe ich mir noch ein Modell der Dauphine
(auch 1:55) besorgt. Beide warten jetzt darauf wieder- bzw. neubelebt
zu werden. Das wird wohl gelingen ... wenn ich mich erstmal dazu
aufgerafft habe.
27. April 2008 – Das 5. Modell erscheint.
Shelby Cobra Daytona 1965 – AFX/MT, X-Traction-Chassis
Die Shelby Cobra Daytona war auch so
ein Herzenswunsch von mir. Das Auto musste irgendwie auf irgendwelche
Räder gestellt werden. Eine Vorlage fand sich im Web und als
Chassis erwies sich das Aurora MT als passend. Die metallic-blaue
Lackierung ist meiner Fantasie entsprungen und der Streifen im USA-Look
auch. Ich fand das sehr passend..
Ich mag das Chassis und den Deckel darauf sehr. Leider kam relativ
zeitgleich von Racemasters AFX die Shelby Cobra Daytona. Die Karosse
ist natürlich um Längen besser und mit meiner nicht zu
vergleichen. Ich erfreue mich weiter dran und lasse Racemaster,
Racemaster sein :-)
29. April 2008 – Das 6. Modell erscheint.
AC Cobra – T-Jet-Chassis
Die AC Cobra 427. Da bin ich so ein
richtiger Fan von. Mein Traumauto schlechthin. Wird ein Traum in 1:1
bleiben. Aber im kleinen Maßstab ist es möglich dem Traum
ein Stück weit näher zu kommen. Von der AC Cobra existieren
verschiedene Modelle diverser Hersteller. Leider gefiel mir für
das T-Jet Chassis keines der Modelle. Entweder zu plump, nicht
wirklichkeitsgetreu, zu hoch auf den Beinen oder alles zusammen. Also
musste selbst eine geschaffen werden. Die hat alle Attribute, die ich
von einem AC Cobra Modell erwarte. Da habe ich ordentlich dremeln
müssen um sie so tief wie nur möglich zu bekommen. Das ist
mir aber, so denke ich, gut gelungen. Ich liebe dieser Cobra auf T-Jet.
Der Deckel sitzt hauteng auf dem Chassis und geht wie der Teufel. Hier
hat sich die ganze Arbeit für mich gelohnt. Mein absolutes
Lieblingsauto.
25. April 2008 – Das 7. Modell erscheint.
Wiesmann MP4 GT – Tyco 440x2-Chassis
Den Wiesmann GT habe ich für das
Tyco 440x2-Chassis gegossen. Die Vorlage war allerdings zu groß.
Also musste ich mal wieder runter verkleinern. Danach passte es aber
wie ein Anzug. Ein flotter Flitzer der richtig Eindruck macht –
in echt – und im Modell.
21. Februar 2009 – Das 8. und 9. Modell erscheint.
Volvo Amazon und Volvo Amazon Anderstorp Rally –
T-Jet-Chassis
Das musste sein. Viele fragten sich,
warum denn mal kein Hersteller die Amazone baut. Ich fragte mich das
auch und entschloss mich dazu, es selbst zu machen. Die Vorlage
existierte in 1:87 und musste natürlich vergrößert
werden. Das gelingt mittlerweile so gut, das wirklich alle Details
erhalten bleiben. Das genau macht es aus. Aus der Straßenversion
wurde dann noch die Rally-Variante. Dazu musste einiges
weggedremelt und anderes (Zusatzscheinwerfer), hinzugefügt
werden. Die Volvos waren hervorragend gelungen und dementsprechend
erfolgreich.
Fazit: Ja, immer wieder. 1:87 ist keine Hürde mehr. Da geht alles
was auch nur den Anschein erweckt unter ein T-Jet-Chassis zu passen.
2. Oktober 2009 – Das 10. Modell erscheint.
Ferrari 166 MM von 1949 – T-Jet-Chassis
Es handelt sich um einen Ferrari 166 MM von 1949 (dürfte wohl die bis jetzt älteste
Vorlage für T-Jet sein) und wird auf ein Aurora T-Jet geschraubt.
Die Vorlage wurde vergrößert, und etwas gechoppt um den
passenden Radstand zu bekommen. Des weiteren habe ich gegenüber
der Vorlage einen Tankdeckel, Haubenverschlüsse und einen
Aussenspiegel hinzugefügt. Diese werden selbstverständlich
mitgegossen. Der Aussenspiegel ist nicht ganz historisch - er ist halt
ein Kompromiss aus Festigkeit und Gießbarkeit. Der
Scheibeneinsatz enthält die Lüftungskiemen, B-Säulen und
Scheibenwischer. Rollen tut das ganze auf RRR-Speichenfelgen. Mein
eigener 166MM ist mit Decals, einem Fahrer, Holzlenkrad, Innenspiegel
und Auspuffendrohre ausgestattet.
Fazit: Ja, ich mag ihn und lasse ihn supergerne seine Runden ziehen.
27. September 2010 – Das 11. Modell erscheint.
Opel Ascona B400 – T-Jet-Chassis
Das Modell war ein 1:87 Kunststoffmodell mit leider nicht ganz sauberer Qualität.
Einige Sachen habe ich dann am Ascona hinzugefügt und neu gemacht.
Neu gemacht habe ich die Verbreitung, hinzugefügt habe ich die
Zusatzscheinwerfer und den Heckspoiler. Dann habe ich mich an die
typischen B400 Decals rangemacht. Die Original Schriftzüge
nachgebaut und die dreifachen Flächendecals angelegt. Die Farben
sind annähernd, aber natürlich nicht gleich. Nachdem ich
alles schön lackiert (so gut ich halt eben lackieren kann) und die
Decals angebracht hatte, musste dann ja noch der obligatoirische
Klarlack drüber. Da nahm das Schicksal seinen Lauf... Alles war
gut, nur leider hat der Klarlack die Decalfläche angegriffen und
dort ist alles auf der Oberfläche schön kriselig geworden. So
steht er nun da. Vielleicht werde ich ihn irgendwann noch einmal neu
machen und neu bekleben.
Fazit: Tolles Auto. Sehr beliebt bei unseren Rennabenden. Inzwischen
habe ich ihn tatsächlich neu gemacht und bin sehr zufrieden (das
Bild habe ich aber nicht erneuert, es zeigt noch den ersten B400).
29. Dezember 2010 – Das 12. Modell erscheint.
Pagani Zonda C12 – Mega-G lang
Der Pagani war eine HW-Vorlage und
mußte etwas verkleinert werden. Er wurde dafür nicht
zersägt, sondern als Form verkleinert. Danach passte alles
hervorragend und es wurde eine beliebte Rennsemmel unter den Slottern.
Ich mag ihn sehr.
1. Januar 2011 – Das 13. Modell erscheint.
Mercedes Benz 300 SLR Bj. 1955, T-Jet-Chassis
Mein Traum-Rennwagen der guten alten zeit schlechthin...
Das Auto gehört fast in die Vitrine, aber das ist nicht meine
Einstellung. Der wird gefahren und ob man es glaubt oder nicht, er tut
das auch, obwohl alles diesmal so eng darin ist, das es eigentlich
nicht gehen dürfte. Vorlage 1:87er H0-Modell.
Nach der Vergrößerung dann die Feststellung, das es wirklich
verdammt eng innen werden würde. Aber am Ende ist es gelungen und
er passte auf ein T-Jet Chassis. Das hieß aber Bearbeitung der
Karosse und am Ende auch völlig neue Wege für das T-Jet
Chassis finden. Welch ein Wahnsinn habe ich manchmal gedacht ...
Danach habe ich lange über die Fahrerfiguren nachgedacht. Nichts
ging wirklich und machte mich optisch glücklich (weder die
Faller-Figuren noch Aurora etc.). Also erst mal beiseite gelegt und
über andere noch nicht da gewesene Figuren nachgedacht.
Fahrerfiguren komplett mit Beinen in der Größe 1:43 aus
Guss. Super detailliert, von einem sehr netten Kleinserienhersteller in
England (Wow! Hat der Talent)! Die eine Figur war ein Fahrer ohne
Namen. Aus der ist der Beifahrer Jenkinson entstanden. Die andere
Fahrerfigur war dann Stirling Moss. Ich mochte es kaum glauben, aber
das war es. Eine echte Stirling Moss Figur als Fahrer. Gesagt, getan,
gekauft.
Die beiden kamen dann in der 1:43 Größe bei mir an. Nun
mussten die auf unseren bzw. auf den SLR T-Jet Maßstab
geschrumpft werden. In zwei Schritten ist es dann erfolgt. Das beste
aber ist, das alle Fingerchen, Schutzbrillen und Details der 1:43er und
hervorragend gemachten Figuren erhalten geblieben sind. Für mich
bisher nie da gewesene, realistische Figuren. Wow, der Hammer, die im
Fahrzeug sitzen zu sehen.
Stirling Moss greift beherzt ins Lenkrad, ohne den Blick auf das
Tachometer zu verlieren. Die Decals habe ich selbst erstellt und auf
meinem Tintenstrahler ausgedruckt.
Saab 96, T-Jet-Chassis
Volvo PV 544, T-Jet-Chassis
14. Februar 2012 – Das 16. Modell erscheint.
BMW 3.5 CSL (1975), Stuck, T-Jet-Chassis
Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber es hat sich gelohnt. Der Deckel entstand aus einem 1:87 Modell.
Verfeinert habe ich den BMW mit Vincent-Felgen, Achsdistanzen,
Armarturenbrett mit Stickern, Cockpit-Einsatz inkl. Fahrerfigur,
Feuerlöscher, Schalthebel, separat eingesetztem Frontgrill,
separat eingesetzten Klarglas-Scheinwerfern, separat eingesetze
Rückleuchteneinheit, separatem Heckspoiler, Doppelauspuffrohr und
erstmalig mit einem professionell gedrucktem Decalsatz und, und, und....
Den Decalsatz habe ich selbst erstellt. Ist ein tolles Auto geworden.
BMW Z4 Coupe GT3
(T-MG1, JL500 oder Mega-G kurz)
Mein BMW fährt mit dem T-MG1 Chassis. Alle Anbauteile wurden separat gegossen und eingebaut.
Verfeinert habe ich den BMW mit Vincent-Felgen, Achsdistanzen,
Innenraumatrappe inkl. Fahrerfigur, eingesetztem
Frontgrill, Klarglas-Scheinwerfer,
Rückleuchten, Heckspoiler, Doppelauspuffrohr und
einem professionell gedrucktem Decalsatz vom Decal-Doc und, und, und....
Porsche 356 C (von Harald Korn)
(T-Jet)
Den Porsche 356 C von Harald Korn habe ich zusätzlich noch ein bisschen aufgehübscht.
Alle Teile habe ich mir dafür selbst erstellt.
Lackierung in silbermetallic (Tamya), Auspuffendtopf mit zwei Rohren,
Motorlüftungsgitter komplett erneuert, klare Glasscheinwerfer
eingebohrt und ausgegossen, klare Rücklichter eingefärbt
und gegossen, dazu dann noch Rücklichtumbau auf
Doppelrücklicht , Fahrerfigur und Inlet.